Life & Faith

Hier gibt's interessantes, wichtiges & unwichtiges, so wie die aktuellsten Berichte aus meinem Leben.

Damit ihr auch die ganzen Posts lesen könnt, klickt auf die jeweiligen Überschriften...



If not for Christ...



"If not for Christ I would surely break Under the weight of my mistakes And in my sin be kept away If not for Christ I would surely break"



What this world needs - Was diese Welt braucht...

What this world needs

What this world needs is not another one hit wonder with an axe to grind

Another two bit politician peddling lies Another three ring circus society

What this world needs is not another sign waving super saint that's better than you

Another ear pleasing candy man afraid of the truth

Another prophet in an Armani suit

What this world needs is a Savior who will rescue

A Spirit who will lead A Father who will love them in their time of need

A Savior who will rescue A Spirit who will lead A Father who will love

That's what this world needs

What this world needs is for us to care more about the inside than the outside

Have we become so blind that we can't see

God's gotta change her heart before He changes her shirt

What this world needs is for us to stop hiding behind our relevance

Blending in so well that people can't see the difference

And it's the difference that sets the world free

Jesus is our Savior, that's what this world needs

Father's arms around you, that's what this world needs

That's what this world needs 

                                       ©2009 Casting Crowns (The altar and the door)


Was diese Welt braucht

Die amerikanische Band „Casting Crowns“ hat das, was viele gläubige Christen weltweit denken, sehr gut in Worte gefasst. Diese Welt braucht kein neues Wunder, Politiker vollgestopft mit Lügen, Heilige, die besser sind als du, einen charismatischen Führer, der vor der Wahrheit Angst hat oder einen Propheten im Armani Anzug.

Diese Welt braucht transparente Christen, die sich weniger um ihre äußere Fassade kümmern, sondern viel mehr um die Menschen um sie herum. Diese Welt braucht Christen, die ihren Glauben transparent leben und sich nicht hinter irgendwelchen religiösen Traditionen verstecken.

Menschen sind verwirrt, weil wir uns darüber streiten, welche Bibelübersetzung die bessere ist, welche Gemeinde das bessere Programm hat, welche Bibelschule die bessere Ausbildung hat, welcher Christ am geistlichsten ist.

Wir selbst verstricken uns in Diskussionen über theologische Themen und vergessen, dass da draußen Millionen von Menschen sind, denen es egal ist, welche Bibelübersetzung du liest. Denn sie suchen Hilfe und Halt in einer Welt, die geprägt ist von Materialismus, Egoismus, Neid, Eifersucht, Okkultismus, Pornographie.

Was diese Welt braucht ist ein Retter, der sie rettet, einen Vater der sie bedingungslos liebt, ein Vater, der in Zeiten der Not für sie da ist...

Wenn wir als Christen doch so sehr die Nächstenliebe betonen, wieso leben wir sie nicht? Christsein heißt IHM – Jesus - nachzufolgen und IHM ähnlicher zu werden. Dabei geht es nicht darum, welche Bibel du liest, wann du betest, und wie oft du in die Kirche gehst.

Es geht viel mehr um die persönliche Beziehung zwischen Gott und dir! Deine 24-Stunden-Beziehung zu deinem Gott und Schöpfer, der dich jeden Tag aufs Neue bedingungslos liebt, der dir jeden Tag aufs Neue vergibt, der dich aber auch zurechtweist, wenn du Scheiße baust! Er möchte Zeit mit dir verbringen und möchte, das du deinen Glauben sichtbar für andere Lebst! Warum lohnt es sich Christ zu sein? Diese Frage solltest du dir einmal stellen! Was unterscheidet dich als Christ von einem Menschen der kein Christ ist?

Im Grunde genommen rein gar nichts, denn du machst jeden Tag aufs Neue dieselben Fehler, hast dieselben Probleme in deinem Alltag wie jeder andere Menschen, bist genauso krank wie jeder andere, wenn er von einen Krankheit erwischt wird.

Das, was uns von anderen Menschen unterscheidet, ist, dass wir eine Beziehung zu einem Gott haben, der uns jeden Tag aufs Neue die Kraft gibt den Herausforderungen des Alltags auf einer andere Art und Weise zu begegnen. Das wir 24 Stunden mit IHM über unsere freudigen Erlebnisse des Tages reden können, wie auch über unsere Sorgen und Schwierigkeiten.

Doch das, was uns am meisten unterscheidet ist, dass wir einen Gott haben, der uns unsere Fehler vergibt  - und das jeden Tag aufs Neue! Gott vergibt uns unsere Sünden - all die Scheiße die wir bauen - jeden Tag aufs Neue!

„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit...“ (Die Bibel, 1. Johannes 1,9)

Dass Gott uns jeden Tag aufs Neue unsere Sünden vergibt, ist für uns sicherlich kein Freibrief zum Mistbauen. Aus diesem Grund hat Gott uns sein Wort, die Bibel, gegeben. Die Bibel ist unser Lebensmaßstab. Durch Gottes Wort erfahren wir immer wieder aufs Neue, was sich Gott von uns wünscht und wie wir leben sollen. Doch das braucht Zeit. Denn Christsein heißt auch sich zu verändern, besser gesagt, sich von Gott und seinem Geist verändern zu lassen. Aus uns selbst heraus können wir uns unter einer großen Kraftaufwendung nur ansatzweise verändern, doch nie zu hundert Prozent! Denn kein Mensch ist perfekt.

Wenn du dir einmal Zeit nimmst und durch die Bibel streifst, siehst du selbst, dass die, die Gott nachgefolgt sind Angsthasen, Säufer, Betrüger, Ehebrecher, Mörder, Egoisten und machtgierige Menschen waren. Doch das ist wirkliche nur ein kleiner Einblick in die Charakterzüge, die Menschen aus der Bibel hatten.

Das was sie wirklich ausmachte, war eine lebensverändernde Beziehung zwischen IHNEN und Gott, zwischen IHNEN und Jesus. Und das macht den Unterschieden zwischen Christen und anderen Menschen aus.

In jeder Religion dieser Welt musst du etwas tun, um gerettet zu werden! Du musst zu bestimmten Zeiten beten, du musst dich an bestimmte Regeln halten, du musst zu bestimmten Orten Reisen, um vielleicht gerettet zu werden...

Doch wenn du dir nur einmal das Buch des Johannes in der Bibel durchliest, fällt dir auf, dass du glauben musst! Durch deinen Glauben allein wirst du gerettet, du musst somit die Entscheidung treffen, ob du glauben willst und nicht.

Somit liegt die Entscheidung bei dir ganz allein.

Die Welt aus amerikanischer Sicht...

Die Welt aus amerikanischer Sicht...

Kein Storm...

Auch in Zeiten der modernen Technik gibt es Zeiten, in denen man ohne Strom ist. Erst in solchen Momenten wird einem klar, wie sehr man vom Strom aus der Steckdose abhängig ist!  

So war es dann auch heute gegen 16:50 als der Strom weg war. Ich selbst hatte davon nichts mit bekommen, da meine Freundin mit samt bester Freundin bei mir zu besuch waren. Erst beim schlendern durchs Haus musste ich fest stellen, das nichts geht!

Gegen 17:30 wurde es langsam dunkel und somit entzündeten wir Kerzen und Kamin. Jetzt schreibe ich euch diese lustige kleine Geschichte den seid gut 45 min. läuft der Strom wieder durch alle Leitungen unseres Hauses.

Doch so etwas schreibe ich nicht ohne Grund! Wenn wir von Strom abhängig sind, wie sehr sind wir dann von Jesus abhängig? Merken wir erst wieder in Zeiten der Not, das wir ja noch ein As im Ärmel haben oder leben wir unsere Jesus Abhängigkeit auch im Alltag?

Transform 2010

Transform 2010

Was zum lachen die II.

Was zum lachen die II.

Was zum lachen...

Was zum lachen...

Erwartung und Enttäuschung

Was zum nachdenken für uns alle... 

"Oft sind wir in unseren Beziehungen zu unseren Menschen nicht deshalb enttäuscht, weil sie uns wirklich Unrecht getan haben, sondern weil sie unsere Erwartungen nicht erfüllt haben." Joachim Klotz

Seid aber zueinander gütig, mitleidig, und vergebt einander, so wie auch Gott in Christus euch vergeben hat! Eph 4,32

Wie war das doch ist. Oft sind es die eigenen hohen Erwartung an sich selbst und andere, die einen ärgern...

Religionsfreiheit

Religionsfreiheit ist eines der wichtigsten Güter, welches in einer Demokratie vorkommen "muss"!!!

"Anlässlich des Kongresses „Gedenket der Märtyrer – Christenverfolgung heute“ vom 22. bis 25. November 2009 in Schwäbisch Gmünd haben die Veranstalter – das Christliche Gästezentrum Württemberg „Schönblick“ und die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) – und die 10 Kooperationspartner sowie die etwa 250 Teilnehmer mit überwältigender Mehrheit folgenden Aufruf beschlossen:

Wir sind der Überzeugung, dass die Einhaltung des universellen Menschenrechts auf Religionsfreiheit das Zusammenleben der Kulturen konstruktiv werden lässt.

Die Anerkennung der Religionsfreiheit einschließlich des Religionswechsels würde Christenverfolgung erheblich einschränken."

Zur Abstimmung geht es hier: http://www.aufruf-religionsfreiheit.de/

Merry Christmas...

Merry Christmas...

Schnee überall Schnee...

Schnee überall Schnee...

Flashmob 

Eine total coole Sache, die nun endlich auch ihren Einzug in Europa gefunden hat und man glaube es kaum Deutschen Grund und Boden erreicht hat sind die oder ist der so genannte Flashmob. 

                           Doch was ist ein Flashmob und wo kommt er her?

Wie fast all verrückten Sachen kommt auch der Flashmob aus den USA. Unsere allseits beliebte Internet Enzyklopädie Wikipedia hat dazu folgende Definition veröffentlicht

"Der Begriff Flashmob (flash – Blitz; mob – von mobilis – beweglich) bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer üblicherweise persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun. Flashmobs werden über Online-CommunitysWeblogs,NewsgroupsE-Mail-Kettenbriefe oder per Mobiltelefon organisiert. Flashmobs gelten als spezielle Ausprägungsformen der virtuellen Gesellschaft (virtual community, Online-Community), die neue Medien wie Mobiltelefone und Internet benutzt, um kollektive Aktionen zu organisieren."                                                 

                                                                                            (Quelle: Wikipedia :http://de.wikipedia.org/wiki/Flashmob)

Menschen die sich normalerweise nie über den Weg laufen würden, werden durch eine gemeinsame Aktion verbunden. Ein Flashmob ist somit eine neue Form des Social-events

Ich selbst bin davon sehr begeistert! Ein Flashmob verbindet Menschen miteinander. Verbindung bringt Kontakte und aus Kontakten entstehen Freundschaften. Somit ist der Flashmob eine super Aktion um gemeinsam Spaß zu haben und neue Freundschaften zu schließen. Eine Aktion die zu einer verbindenden Gemeinschaft führt. Gemeinschaft ist das, wonach sich unsere Gesellschaft sehnt!

Der Mensch ist auf der Suche nach Freundschaften und sozialen Kontakten, da der er für Gemeinschaft geschaffen wurde...

Lost

Lost zu Deutsch verloren oder vermisst ist der Englischsprachige Name der US Erfolgsserie, die auch in Deutschland Einzug gehalten hat.

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Hinter Lost verbirgt sich eine TV-Sendung mit absolutem Abhängigkeitspotenzial. Einzelne Folgen, die harmlos beginnen ende oft mit einem Spannungsgeladenen Moment, der zum weiter gucken anregt.

Lost ist vor allem in den USA sehr beliebt, weil die einzelnen Charaktere der Hauptdarsteller auf interessante Art und Weise mehr und mehr enthüllt werden und man den Zusammenhang zwischen einzelnen Folgen und Situationssträngen besser versteht. Natürlich gibt es auch viele Dinge, die für Fragezeichen sorgen, doch das macht Lost grade aus.

In Deutschland wartet man nun gebannt auf die 5. Staffel die schon längst in den USA abgedreht und ausgestrahlt worden ist. Leider gibt es keine zeitgleiche Ausstrahlung der TV-Serie. Somit müssen sich Lost-Fans in DE sowie anderen Europäischen Ländern etwas gedulden.

Wer also auf Spannung, Thrill, Mystery und Spass aus ist findet in Lost eine neue Art des TV-Vergnügens.

Konzipiert vom berühmten Hollywood Regisseur J.J. Abrams der durch Filme wie Cloverfield und Star Trek ins Rampenlicht der Öffentlichkeit trat. Legte ehr schon vor diesen Film einen neuen Meilenstein der TV-Geschichte mit Lost.

Die Musik stammt aus der Feder von Michael Giacchino der seit Lost ein muss für J.J. Abrams ist. Michael G. hat für Cloverfield als auch Star Trek die Filmmusik komponiert.

Die Musik ist somit das Sahnehäubchen, was die TV-Serie Lost zu einem Ganzen zusammenwachsen lässt.

Fazit: Lost ist für jeden, der Spannung, Spass, Thrill, Mystery und gute Musik mag... spätestens nach der ersten Folge will man wissen wie es weiter geht.

Happy Nikolaus an alle =D

Ja heute ist der 06.12.2009 und es ist Nikolaus. Was vor ein paar hundert Jahren in einer Stadt in der Türkei startete, entwickelte sich zu einer Tradition in der christlichen Welt!        Mehr dazu untehttp://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_von_Myra#Brauchtum

Euch allen noch einen schönen Nikolaus Tag und einen frohen 2. Advent =D

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Die Schweinegrippe

In der letzen Tage hätte man bestimmt viel zu diesem Thema sagen können. Angefangen von der Diskussion, ob der Impfstoff für den normalen Bürger tatsächliche Unterschiede in seiner Zusammensetzung aufweist oder nicht. Dann ging es ja auch weiter mit der Frage, ob man sich überhaupt Impfen lassen sollte. 

Glaubt man den Umfragen auf www.heute.de dann sind über sechzig Prozent der Bundesbürger gegen eine Impfung. Im Morgenmagazin des 6.11.2009 sprach man mit einem der Vorstandsmitglieder der Ärztekammer zu Berlin. Hierbei kam heraus, das sich selbst dieses Vorstandsmitglied nicht Impfen lassen wolle. 

Dann sprach man von einem Beratungsgespräch, in dem man mit seinem Arzt des Vertrauens abklären sollte, ob sich eine Impfung lohnt. 

Wenn keine vor Erkrankung wie Asthma oder sonstige Erkrankungen in diese Richtung vorliegen bräuchte man sich nicht Impfen lassen.

Doch was soll man wirklich tun?

Die Comic Industrie hat auch nicht lange auf sich warten lassen und brachte diesen Comic-strip heraus.

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Macromedia GmbH | Studium - Ausbildung - Seminare - Weiterbildungen - Umschulungen

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Das ist die Homepage meiner Schule in Köln. Klickt euch mal durch und wie immer auf das Logo klicken =D.

Shortlist – Verknallt an Silvester Videowettbewerb « Verknallt an Silvester

Shortlist – Verknallt an Silvester Videowettbewerb « Verknallt an Silvester

Auf dieser Seite findet ihr super Clips zum Thema Silvesterknaller =D. Einfach auf das Bild klicken.

Best of Schweinegrippe =D

Ich finde das Bild ist sehr aussage Kräftig! Hier der Link zur Seite http://www.mactechnews.de/gallery/thread.html?id=73336

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Die Sintflut 

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Vom Staatsbürger zum Bürgerstaat

Vom Staatsbürger zum Bürgerstaat

Ein Essay von Reinhard K. Sprenger vom 19. Oktober 2009

Einst war der Staat für den Bürger da. Jetzt ist das umgekehrt. Der Staat mischt sich ein, welche Autos wir fahren, was wir essen, welche Musik wir hören. Wo bleibt die Freiheit des Einzelnen?

Wie schaut der Staat den Bürger an? Einige blicklenkende Alternativen: Ist der Bürger in der Lage, seinen eigenen Weg zu gehen - oder glaubt der Staat, ihm diesen Weg vorzeichnen zu müssen? Ist er ein Erwachsener, dem man Erwachsensein auch zutrauen muss - oder ist er ein Kind, das erzogen werden muss? Muss man die Sozialsysteme an die Lebensentwürfe der Bürger anpassen - oder sind, umgekehrt, die Lebensentwürfe der Bürger den Systemen anzupassen? Hat der Bürger die natürliche Neigung, sich zunächst um sich und seine Familie zu kümmern - oder soll er sich vorrangig um "die Gesellschaft" kümmern?

Selbst wenn man diese Polaritäten für überzeichnet hält, machen sie doch einen bedeutenden Unterschied. Die erste nimmt den Bürger, so wie er ist; die andere nimmt den Bürger, wie er sein soll.

Auf dem Portal des Deutschen Reichstags steht: "Dem deutschen Volke". Ja, der Staat war einst für den Bürger da. Er war ein Staat, der das Leben der Bürger schützte, die äußere und innere Sicherheit garantierte. Ein Rechtsstaat, der weitgehend neutral gegenüber den persönlichen Lebensentwürfen seiner Bürger war. Das hat sich geändert. Heute ist der Bürger für den Staat da. Der Staat hat sich verselbstständigt, er hat sich mit Beherrschungswillen gepaart, er will den Bürgern eine bestimmte Lebensführung vorschreiben. Und er will direkte Formen des bürgerlichen Engagements möglichst verhindern.

Das ist der heikelste Punkt: die Melange aus Misstrauen und Verachtung des Staates gegenüber dem Bürger, der offenbar nicht in der Lage ist, sein Leben selbst zu regeln. Daher ruft er dem Bürger zu: "Ich weiß, was für dich gut ist!" Er hat eine Idee vom guten Leben und will sie durchsetzen. Der Mensch könne und müsse verändert werden, verbessert, veredelt. Sein Wollen wird durch das Sollen ersetzt. Er soll nicht rauchen, nicht trinken, nicht dick sein, nicht auf Konsum verzichten, nicht Autos fahren, die älter als neun Jahre sind, nicht kinderlos sein, nicht ins Rockkonzert gehen, sondern in die Oper (deshalb wird die Oper subventioniert, das Rockkonzert aber nicht), er darf nicht einmal sterben, wie er will.

Dieses Verhalten des Staates kann man als "sanften Terror" bezeichnen. Wem dieses Wort zu ruppig ist, der mag es durch sprachliche Weichspülungen ersetzen: "geistige Orientierung" heißt es dann, die die Politik dem Bürger geben müsse, oder "Förder"-Maßnahmen, ohne die er offenbar nicht überleben kann. Da soll die Sparneigung der Deutschen "gebrochen" werden, die Kauflust "stimuliert". Beliebt ist das "Aktivieren" oder das "Gestalten", natürlich "sozialverträglich". In diesen mehr oder weniger freundlich klingenden Umschreibungen wird sichtbar, dass der Staat sein Tun zunehmend als Erziehungsaufgabe begreift.

Der Staat heute unterscheidet daher immer weniger zwischen öffentlicher Sphäre und privaten Angelegenheiten. Er lebt daher sehr weitgehend vom Entzug von Bürgersouveränität; es ist ein Staat des volkspädagogischen Katheders. Seine Grundstruktur ist Respektlosigkeit: Unter dem Vorwand der Steuerehrlichkeit mutiert er zum Schnüffelstaat und unter dem Vorwand des Gemeinwohls zum Bevormundungsstaat. Sein Motto: viele schwer Erziehbare und Halbkriminelle da draußen!

Wenn der Staat die für einen Rechtsstaat unabdingbare Neutralität gegenüber den Werthaltungen der Bürger aufgibt und normative Ansprüche beim Bürger durchsetzen will, so hat er dafür grundsätzlich zwei Strategien: Zwang und Verführung.

Entscheidend ist zunächst die Frage, ob das Einkommen und Vermögen des Bürgers primär ihm selbst zusteht oder dem Staat. In der Staatsquote drückt sich aus, welchen Anteil des Bruttoinlandsprodukts der Staat kontrolliert, für seine Zwecke beansprucht und zentral verteilt. Wenn der Staat eine Staatsquote von 50 Prozent verordnet, dann sagt er: "Zur Hälfte muss ich dir die Entscheidung abnehmen, wie du dein Einkommen verwenden willst." Das ist konsequent: Geht man nämlich davon aus, dass der Bürger nicht weiß, was für ihn gut ist, dann lässt man ihm auch nicht die Wahl, sich für oder gegen einzelne Dienstleistungen zu entscheiden, die der Staat für ihn bereithält. Man zwingt ihn, sie zu kaufen. Eben über Steuern. Und an der absoluten Höhe dieser Zwangsabgaben kann man ablesen, in welchem Maße dem Bürger eine selbstverantwortliche Lebensführung - und damit die Bürgerwürde - abgenommen wird. Man muss sich das klarmachen: In Deutschland arbeitet der Bürger über ein halbes Jahr für die Finanzierung von Einrichtungen, die er nicht wählen oder abwählen kann und von denen zukünftig kaum eine adäquate Gegenleistung zu erwarten ist.

Der Kontrast mit der Schweiz lässt das Verhältnis des Staates zum Bürger noch klarer werden. Während der Schweizer Bürger dem Staat widerwillig einen kleinen Teil seines Geldes abliefert, lässt der deutsche Staat aus Großzügigkeit dem Bürger einen noch kleineren Teil. Und so geht es beim viel gescholtenen schweizerischen Bankgeheimnis keineswegs in erster Linie um den eigenen finanziellen Vorteil, sondern es geht um ein anderes Verhältnis zwischen Bürger und Staat. Das Bankgeheimnis verkörpert eine Staatsauffassung: Der Bürger ist nicht Untertan, sondern Souverän; der Staat ist nicht Obrigkeit. Die Schweiz ist deshalb ein Bürgerstaat. In Deutschland ist man Staatsbürger.

In einem Bürgerstaat wie der Schweiz ist Kontrolle gut, Vertrauen aber besser - was eine deutlich höhere Steuerehrlichkeit zur Folge hat. Der Schutz der Privatsphäre wird höher gewichtet als das Interesse des Staates auf fiskalische Vollabschöpfung. Wenn es aber der deutschen Politik gelingt, den Bürger glauben zu machen, dass reiche deutsche Steuerhinterzieher unter dem Schutz des Bankgeheimnisses dafür verantwortlich sind, dass in Deutschland die Steuern hoch sind und dass deshalb die sogenannten Steueroasen ausgetrocknet werden müssen, dann sehen die deutschen Bürger nicht, dass sie sich ins eigene Fleisch schneiden: Wenn es keinen Steuerwettbewerb mehr gibt, kann die deutsche Politik die Steuerschraube anziehen, wie sie will - es gibt kein Entrinnen.

Ein weiterer Unterschied der Staatsauffassung mit Blick auf den Bürger ist jener zwischen "geben" und "nicht nehmen". Was sprachlich fast keinen Unterschied macht und in der finanziellen Konsequenz für den einzelnen Bürger auch auf dasselbe herauslaufen kann, ist mit Blick auf die Freiheitsspielräume entscheidend. Ein Hochsteuerland wie Deutschland nimmt dem Bürger viel Geld weg und gibt es ihm teilweise wieder zurück - in Form von Sozialleistungen. Natürlich abzüglich der Kosten, die die Verwaltungsadministration selbst verursacht. Niedrigsteuerländer wie die Schweiz zum Beispiel nehmen dem Bürger weniger Geld weg - und lassen ihm die Wahl, mit seinem Geld zu tun, was er will. Er wird nicht gezwungen, diese oder jene Sozialleistung zu kaufen. Er ist frei - und das meint auch die Freiheit zum Verzicht. Will er jedoch nicht verzichten, muss er dort eben vieles aktiv bezahlen, was in Deutschland kollektiv abgeschöpft wird. Man kann an drei Fingern abzählen, in welchem Fall die staatliche Gegenleistung höher ist.

Doch selbst eine hohe Staatsquote lässt den vormundschaftssüchtigen Staat nicht ruhen. Er sagt: "Auch bei dem verbleibenden Rest deines Einkommens sollst du nicht frei entscheiden. Weil es dir an der richtigen Gesinnung mangelt, gebe ich dir gute Gründe, dich so zu verhalten, wie ich es für richtig halte." Zum Zwang kommt dann die Verführung. So nimmt der Staat die Steuerpolitik beim Wort und steuert, was das Zeug hält. Überall sucht er nach "Stellschrauben", mit denen er das naturhaft eigensinnige Verhalten der Bürger nachjustieren kann. Er belohnt dies und bestraft das, er begünstigt dieses Verhalten und erschwert jenes - über Steuervorteile, -nachteile und Subventionen. Wichtig ist: Absolute Steuerhöhe und Lenkungsinteresse arbeiten auf subtile Weise zusammen - je höher die Steuerquote, desto größer auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Bürger auf der Suche nach Abschreibungsmöglichkeiten der politischen Lenkung folgt. Wer sich aber nicht an staatlichen Interessen ausrichtet, schadet sich selbst. Je höher auch die Steuerquote, desto größer auch der Wunsch, dem Steuerdruck auszuweichen. So hat es das deutsche Steuerunwesen geschafft, schätzungsweise 99 Prozent aller Deutschen zu kriminalisieren. Das ist die staatlich herbeigeführte Zerstörung der Aufrichtigkeit. Es ist beschämend, Bürger eines Staates zu sein, der gestohlene Bankdaten kauft, um seine eigenen Bürger zu verfolgen.

Diese Mechanik - die Unterwanderung der bürgerlichen Rationalität durch finanzielle Anreize - ist das Denk- und Steuerungsmodell, mit dem der Staat die Allmacht über alle Lebenszusammenhänge an sich reißt. Das Ziel: "Im Gleichschritt, marsch!"

Nun meinen manche, der Staat meine es ja nur gut. Das mag sein. Aber was gut ist, darf der Bürger nicht selbst entscheiden. Sind denn die Politiker gefeit gegen die Fallen, in denen sie die Bürger wähnen? Machen sie denn mit ihren Subventionen und Abwrackprämien jeder Art nicht dasselbe, was sie unter dem Stichwort "perverse Boni für Banker" gegeißelt haben?

Im Jahre 1836 notierte Sören Kierkegaard in sein Tagebuch: "Man befürchtet im Augenblick nichts mehr als den totalen Bankrott, dem, wie es scheint, ganz Europa entgegengeht und vergisst dabei die weit gefährlichere Zahlungsunfähigkeit in geistiger Hinsicht, die vor der Türe steht." Es wird höchste Zeit, dass die Gesellschaft die Augen öffnet, die aus Stolz über ihre Demokratie blind ist für das Fortwirken des Totalitären.

Es muss etwas getan werden, um die Bürgerwürde wiederherzustellen. Zunächst brauchen wir dringend eine Diskussion, was des Staates ist und was nicht. Wer hat das Recht auf den Ertrag von Arbeit? Die Bibel sprach vom "Zehnten" - also von einem steuerlichen Proportionaltarif von zehn Prozent. Mögen es 20 Prozent sein, im Extremfall gar 30 Prozent - das ist nachrangig. Aber wären das nicht Zielmarken, auf die moderne, individualisierte Gesellschaften sich zubewegen könnten? Wenn Menschen ein eigenes Leben leben wollen, dann bedeutet das auch: über ihr Geld, über den Ertrag ihrer Anstrengung selbst zu verfügen - und nicht von anderen verfügen zu lassen.

Zweitens müssen alle Lenkungsnormen aus der Gesetzgebung abgeschafft werden, vor allem aus der Steuergesetzgebung. Wer sich eigensinnig rational und damit selbstverantwortlich verhält, darf deswegen nicht gleich gegen eine steuerliche Schikane laufen. Das heißt: radikaler Umbau des Einkommensteuersystems; das Gleichheitsgebot des Grundgesetzes ernst nehmen; den progressiven Steuertarif durch einen einheitlichen Steuersatz ersetzen. Aber Proportionalsteuer, damit sich niemand armrechnen kann. Keine Privilegien, keine Ausnahmen, keine Steuerschlupflöcher.

Drittens plädiere ich für die (Wieder-)Einführung des Bankgeheimnisses nach Schweizer Muster. Das wäre ein wichtiger Schritt, das Verhältnis zwischen Privatem und Öffentlichem wieder ins Lot zu bringen. Die würde auch gleichzeitig die Steuerehrlichkeit heben.

Viertens will ich mir als Bürger nicht vom Staat vorschreiben lassen, was das Gute ist und wie es zu unterstützen ist. Ich will selber Gutes tun - und auch das Gute selber bestimmen. Ich plädiere deshalb dafür, die Steuern zu subjektivieren - sie der Verteilungsentscheidung des Bürgers zu überlassen. Zumindest teilweise. Mag der Spitzensteuersatz sein, wie er will - aber die Hälfte der Steuerzahlungen soll der Bürger meines Erachtens selbst verteilen.

Fünftens gehört dazu auch: das Gefühl wiederzubeleben, dass es "unser" Staat ist und der Staat Geld braucht, wenn er seine Aufgaben erfüllen will - wie groß oder besser wie klein diese Aufgaben auch immer sein mögen. Wir müssen dem Staat etwas "geben" und das müssen wir persönlich tun. Staatliches Geld-Ausgeben muss im Bewusstsein der Bürger wieder mit staatlichem Geld-Einsammeln verknüpft werden. Also: keine automatische Abbuchung der Steuern vom Gehaltskonto.

Sechstens: "Too big to fail" - das ist das überragende Problem des gegenwärtigen Weltzustandes, nicht nur der Finanzmärkte. Der Bürger reagiert darauf mit "rationaler Ignoranz". Wo das Gefühl herrscht, der Einzelne kann nicht viel bewirken, angesichts der schieren Größe der Apparate sei man zur Wirkungslosigkeit verdammt, da akzeptiert er das autokratische Regime, umgeht es oder beutet es aus, wo immer es geht.

Wer also die Bürgerwürde reaktivieren will, der muss kleine Einheiten befürworten. Wir müssen das Lokale wiederbeleben, die Nachbarschaft. Die Bürger vor Ort wissen selbst am besten, was gefördert und was verhindert werden soll. Sie können sich selbst organisieren und verfügen über eigene Problemlösungskräfte. Konkret heißt das: möglichst viele National-Entscheidungen wieder zu Lokal-Entscheidungen umzuwandeln. Für die EU bedeutet das: Rückübertragung eines Großteils ihrer Kompetenzen an die Mitgliedstaaten. Und für die Mitgliedstaaten bedeutet das: Rückübertragung ihrer Kompetenzen an die Gemeinden.

Dazu gehört siebtens die Aufwertung plebiszitärer Elemente in unserer Verfassung. Wenn wir wirklich wollen, dass der Bürger sich als mündig erlebt, dann muss er erfahren, dass er Einfluss hat, dass er mitwirken kann, dass er seine Selbstwirksamkeit reaktiviert. Dass das Gefühl der Selbstwirksamkeit wiedererweckt werden kann, zeigen uns täglich sowohl gute Pädagogen als auch viele Führungskräfte in der Wirtschaft, denen es um die Führung zur Selbstführung geht - und nicht um die Ausbeutung gelernter Hilflosigkeit.

Greifen wir abschließend die Eingangsfrage noch einmal auf: Wie schaut dieser Staat den Bürger an? John Stuart Mill schrieb einst: "Ein Staat, der die Bürger zu Zwergen macht, und sei es zu einem guten Zweck, wird eines Tages feststellen, dass sich mit kleinen Menschen keine großen Dinge erreichen lassen." Es geht mir hier nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Zuviel und ein Zuwenig. Es bedarf einer Neubesinnung, die dem Privatbürger-Ich die Souveränität über das Staatsbürger-Ich zurückgibt. Wenn schon Weltverbesserung, dann eine, die sich an dieser Maxime orientiert: Lass mich in Ruhe!

Der Autor ist Managementberater und hat Bücher zum Thema Motivation, Selbstvertrauen und Führung durch Vertrauen veröffentlicht. Zuletzt erschien: "Gut aufgestellt. Fußballstrategien für Manager", Campus Verlag 2008

Quelle: Welt Online:http://www.welt.de/die-welt/debatte/article4892546/Vom-Staatsbuerger-zum-Buergerstaat.html


                                                                                                                                                                                                     ©Raphael Braun - Made on a Mac